Anlage schlägt Europarekord
Firma GOH fertigte Kernstück einer riesigen Druckluftzentrale

Kaufmännischer Geschäftsführer Olaf Heupel vor der größten Anlage, die sein Betrieb bisher baute: eine 'Adsorptionstrockneranlage' als Kernstück der Druckluftzentrale eines niederländischen Chemiekonzerns.
Siegener Zeitung. Für diesen Auftrag haben die Mitarbeiter der GOH Behälter- und Anlagenbau GmbH in Dreis-Tiefenbach vier Monate durchgearbeitet und etliche Wochen im Betrieb verbracht. "Die gesamte Belegschaft hat komplett auf ihren Sommerurlaub verzichtet", sagt Geschäftsführer Olaf Heupel voller Anerkennung. Alles, um den größten Auftrag der erst einjährigen Firmengeschichte wunschgemäß abzuwickeln: den Bau einer "Adsoptionstrockneranlage", die eine mittelgroße Montagehalle füllt.
Mit 23 m Länge, 6 m Breite und einem Gewicht von 120 Tonnen ist sie laut Auftraggeber auch die größte Anlage ihres Typs in Europa. Im Frühjahr soll sie das Kernstück der Druckluftzentrale eines niederländischen Energieversorgers werden. Sie wird dann verantwortlich sein für die Druckluft-Aufbereitung des gesamten Werks, einem der größten Chemiekonzerne der Niederlande. Die Anlage ist ausgelegt für die Trocknung, Filtration und Kühlung der Druckluft bei 6 bar Überdruck. Diese Luft ist ein unverzichtbarer Energieträger und dient dem Antrieb unterschiedlichster pneumatischer Instrumente und Aggregate. Auch die Atemluftversorgung läuft über die Filteranlage aus Dreis-Tiefenbach.
Damit die Druckluftversorgung rund um die Uhr gesichert ist, verfügt die Anlage über eine doppelte Ausführung aller Komponenten. So bietet sie ausreichende Reserven bei einer Störung und ermöglicht Wartungsarbeiten auch während des Betriebs. Außerdem wurde sie nach den strengen Richtlinien der chemischen Industrie der Niederlande gefertigt. Dies sei eine wesentliche Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Engineering-Produkte am Markt, so der Hersteller.
Zur Vormontage der gewaltigen Druckluftanlage mußte die Firma GOH eine zusätzliche Halle anmieten. In vier Wochen wurde die komplette Edelstahl-Anlage einmal aufgebaut und begutachtet. Bis morgen wird sie in Komponenten zerlegt und mit acht Sondertransportern ausgeliefert.
